Seit 1. Januar 2020 können Verluste infolge eines endgültigen (Teil-)Ausfalls privater Darlehen, der Ausbuchung wertloser Aktien aus dem Depot, des Verfalls von Optionen am Laufzeitende und der Veräußerung wertloser Wirtschaftsgüter wie Wertpapiere an Dritte zu einem symbolischen Preis bei der Einkommensteuer nicht mehr geltend gemacht werden.

Verluste aus Termingeschäften (auch Optionsgeschäfte) können steuerlich nur geltend gemacht werden kann, wenn sie durch die „Beendigung des Rechts“ aus dem Termingeschäft eintreten. Wer also seine Option verfallen lässt, soll seine für die Option aufgewendeten Anschaffungskosten nicht mehr als Verlust absetzen können, weil das Optionsrecht nur bei Ausübung der Option innerhalb der Optionsfrist beendet wird. Die Neuregelung ist erstmals auf Termingeschäfte anzuwenden, die nach dem 31.12.2019 abgeschlossen werden.

Die Regelung soll erstmals für den Veranlagungszeitraum 2020 gelten, aber auch für Sachverhalte, die bereits vor dem 1. Januar 2020 in Gang gesetzt wurden. Z. B. fällt unter die Neuregelung auch ein bereits vor 2020 vergebenes Privatdarlehen, wenn dieses ab 2020 ausfällt. Gleiches gilt für vor 2020 angeschaffte Wertpapiere (insbesondere Aktien), die wertlos geworden sind und ab 2020 von der Depotbank ausgebucht oder an Dritte zu einem symbolischen Preis verkauft werden, um einen Veräußerungsverlust zu realisieren.

Hinweis

Wenn Sie als Arbeitnehmer Kapitaleinkünfte ohne Steuerabzug erhalten haben, müssen Sie ab 2020 zwingend eine Steuererklärung abgeben.