Angehörige, die Pflegebedürftige in der Corona-Krise zu Hause betreuen und zugleich erwerbstätig sind, werden bis 30.09.2020 besser unterstützt.

Die Corona-Krise belastet Familien von Pflegebedürftigen schwer. In dieser Situation benötigen pflegende Angehörige Hilfe und flexible Unterstützungsangebote. Daher wird die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bis Ende September 2020 vereinfacht. Die notwendigen gesetzlichen Anpassungen hat der Deutsche Bundestag am 14.05.2020 mit dem „Zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ verabschiedet.

Wer wegen der Corona-Krise Angehörige pflegt oder die Pflege neu organisieren muss, kann bis zu 20 Arbeitstage der Arbeit fernbleiben. Auch das Pflegeunterstützungsgeld kann bis zu 20 Arbeitstage in Anspruch genommen werden, wenn die Pflege aufgrund von Corona-bedingten Versorgungsengpässen zu Hause erfolgt. Außerdem wird die Pflegezeit und Familienpflegezeit flexibler gestaltet. Pflegende Angehörige sollen leichter eine Freistellung von sechs Monaten (Pflegezeit) bzw. 24 Monaten (Familienpflegezeit) in Anspruch nehmen oder nach einer Unterbrechung wieder aufnehmen können, sei es vollständig oder, wenn sie in Teilzeit arbeiten.