Eine zweckgebundene Zahlung zur Dauer-Unterbringung eines sog. Problemhundes in einer Tierpension kann nicht als Spende abgezogen werden. Das entschied das Finanzgericht Köln (Az. 10 K 1568/17).

Die “Gassigängerin” eines Tierschutzvereins kümmerte sich um einen nicht mehr vermittelbaren sog. Problemhund. Da sie den Hund nicht selbst aufnehmen konnte und dem Tierschutzverein entsprechende Mittel fehlten, zahlte die Klägerin 5.000 Euro für die dauerhafte Unterbringung des Hundes in einer gewerblichen Hundepension. Von dem als gemeinnützig anerkannten Tierschutzverein erhielt die Gassigängerin hierfür eine Spendenbescheinigung, die sie bei ihrer Einkommensteuererklärung vorlegte. Das Finanzamt erkannte die Zahlung nicht als Spende an. Mit der hiergegen erhobenen Klage machte die Gassigängerin geltend, dass der von ihr geleistete Betrag dem Tierschutz gedient habe.

Dem folgten die Richter nicht und versagten den Spendenabzug. Der Tierschutzverein habe nicht selbst über den Betrag verfügen können. Es liege keine “Zuwendung zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke” in das Vereinsvermögen vor, sondern eine gezielte Zuwendung zur Versorgung eines ganz bestimmten, der Klägerin besonders wichtigen Tieres. Die Zahlung sei eher als Unterhaltsleistung anzusehen. Bei dieser besonderen Gestaltung habe die Klägerin auch nicht auf die Spendenbescheinigung vertrauen dürfen.

Der Bundesfinanzhof wird sich allerdings auch noch einmal mit dieser Frage beschäftigen (BFH-Az.: X R 37/19).