Der Betriebsrat eines Betriebes darf die Gehaltslisten der Mitarbeiter inklusive den dazugehörigen Klarnamen einsehen. Das hat das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommerns entschieden (Az. 3 TaBV 10/18). Das Gericht sah darin weder einen Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) noch gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

Ein Arbeitgeber, der Kliniken und Reha-Einrichtungen betreibt, hatte einem Betriebsrat die Einsicht in die Bruttogehaltslisten zwar gewährt – allerdings anonymisiert. Nur bei Problemfällen sollte der Betriebsrat die konkreten Namen erhalten. Der Betriebsrat war damit nicht einverstanden.

Das Gericht gab dem Betriebsrat Recht. Dieser könne seine Kontrollaufgabe nur ausüben, wenn er auch die Namen zu den Zahlen sieht.