Wenn die Höhe des dem Arbeitnehmer zugeflossenen Sachbezugs (hier: Teilnahme an einer (betrieblichen) Veranstaltung) im Wege einer Schätzung anhand der Kosten des Arbeitgebers bestimmt wird, sind in die Schätzungsgrundlage nur solche Kosten des Arbeitgebers einzubeziehen, die geeignet sind, beim Arbeitnehmer einen geldwerten Vorteil auszulösen. Die Aufwendungen für einen Eventmanager sind nicht zu berücksichtigen. So entschied der Bundesfinanzhof (Az. VI R 13/18).

Dementsprechend seien Leistungen, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Veranstaltung stehen und durch die der Arbeitnehmer deshalb nicht bereichert sei, nicht in die Bewertung des Vorteils einzubeziehen. Aus diesem Grund seien etwa Kosten der Buchhaltung oder für die Beschäftigung eines Eventmanagers ausgenommen. So erhöhe die Organisation einer Veranstaltung durch ein fremdes Unternehmen zwar die Kosten des Arbeitgebers hierfür, nicht aber den Vorteil, der dem Arbeitnehmer zufließe und der allein Gegenstand der Einkommensbesteuerung sei.

Die Arbeitnehmer hätten durch die Einschaltung der Eventmanager für Veranstaltungen keinen Vorteil erlangt. Zwar mögen die Eventmanager für eine professionelle Ausrichtung der jeweiligen Veranstaltungen gesorgt haben. Dies führe als solches aber noch nicht zu einem geldwerten Vorteil, der über die kostenlose Teilnahme an den jeweiligen Veranstaltungen hinausgehe.