Das Bundesministerium der Finanzen hat eine neue Verständigungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Großherzogtum Luxemburg zur Besteuerung von Grenzpendlern nach Luxemburg veröffentlicht (Az. IV B 3 – S-1301-LUX / 19 / 10007 :002).

Die am 08.10.2020 in Kraft getretene neue Verständigungsvereinbarung ersetzt die Verständigungsvereinbarung vom 03.04.2020 und erweitert die im Hinblick auf die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie getroffenen Vereinbarungen auf Beschäftigte des öffentlichen Dienstes.

Es wurde vereinbart, dass die Verständigungsvereinbarung bis mindestens Ende 2020 gilt und sich nach dem 31.12.2020 automatisch vom Ende eines Kalendermonats zum Ende des nächsten Kalendermonats verlängert, sofern sie nicht von der zuständigen Behörde eines der Vertragsstaaten mindestens eine Woche vor Beginn des jeweils folgenden Kalendermonats durch schriftliche Erklärung an die zuständige Behörde des anderen Vertragsstaats gekündigt wird.

Hintergrund

Deutsche Grenzpendler, die in Luxemburg beschäftigt sind, besteuern ihren Arbeitslohn in Luxemburg (Artikel 14 des DBA Deutschland-Luxemburg). Ein erhöhtes Maß an „Homeoffice-Tagen“ kann daher zu einer Änderung der Aufteilung der Besteuerungsrechte und damit zu einer Änderung der steuerlichen Situation der betroffenen Grenzpendler führen.