Das Mitführen eines E-Zigaretten-Geräts und des Ersatzakkus in der Hosentasche während der Arbeitszeit ist nicht betrieblich veranlasst, sondern dem persönlichen Verantwortungsbereich zuzuordnen. Selbst wenn es durch das Verbringen eines Dienstschlüssels in die Hosentasche zu einer Explosion kam, liege kein Arbeitsunfall vor. So entschied das Sozialgericht Düsseldorf (Az. S 6 U 491/16).

Zur beruflichen Tätigkeit der Angestellten gehörte die Müllentsorgung auf dem Betriebsgelände ihres Arbeitgebers. Sie benutzte ein E-Zigaretten-Gerät und führte einen Ersatzakku in ihrer Hosentasche mit. Nach dem morgendlichen Aufschließen der Filiale steckte sie den Dienstschlüssel in die Hosentasche, in der sich auch der Ersatzakku befand. Sie machte sich auf den Weg, den Müll in einem Container auf dem Firmenhof zu entsorgen. Der Kontakt zwischen dem Akku und dem metallischen Dienstschlüssel führte dabei zu einem Kurzschluss. Der Akku erhitzte sich stark, explodierte und entzündete die Hose der Klägerin, die Verletzungen davontrug. Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung des Ereignisses als Arbeitsunfall ab.

Das Gericht hielt diese Entscheidung für rechtmäßig. Zwar sei das Mitführen des Dienstschlüssels mitursächlich für den Brand gewesen, aber von dem Dienstschlüssel sei keine Gefahr ausgegangen. Dieser habe sich nicht entzünden können. Entscheidend für die Brandgefahr sei ausschließlich der E-Zigaretten-Akku gewesen. Das Mitführen des E-Zigaretten-Geräts und des Ersatzakkus sei nicht betrieblich veranlasst gewesen, sondern liege im persönlichen Verantwortungsbereich der Klägerin.