Das Finanzgericht Niedersachsen entschied in einem rechtskräftigen Urteil, dass die Fahrten eines Arbeitnehmers, der als sog. Gesamthafenarbeiter im Hamburger Hafen tätig wird, für die Strecke von seiner Wohnung mindestens bis zum Erreichen des Hafengebiets nur mit der Entfernungspauschale als Werbungskosten zu berücksichtigen sind (Az. 1 K 76/16).

Strittig war, ob der Kläger bei seinen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit seine täglichen Fahrten mit dem privaten Pkw zum Hamburger Hafen mit den tatsächlichen Aufwendungen oder nur mit der Entfernungspauschale als Werbungskosten abziehen kann.

Die Klage hatte vor dem FG Niedersachsen keinen Erfolg. Das Finanzamt habe die Aufwendungen des Klägers für die Fahrten zwischen Wohnung und Hafengebiet zutreffend nur in Höhe der Entfernungspauschale als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit berücksichtigt.