Gerade in der Corona-Krise sind viele Arbeitnehmer im Home-Office tätig und halten so Betriebe am Laufen. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) fordert Änderungen im Steuerrecht für die Anerkennung des Home-Office-Arbeitsplatzes und eine höhere Werbungskostenpauschale.

Bisher kann nur ein häusliches Arbeitszimmer abgesetzt werden. Aber auch diejenigen, die nur eine provisorisch eingerichtete Arbeitsecke haben oder am Küchentisch tätig werden, sollten eine steuerliche Anerkennung bekommen.

Derzeit gilt, wenn private Geräte wie Computer, Laptops, Telefone oder die eigene Internetleitung genutzt werden, muss über die Kosten ein Nachweis der Telefon- und Internetkosten erfolgen. Pauschal werden lediglich 20 Prozent, maximal 20 Euro pro Monat, anerkannt. Arbeitsmittel müssen einzeln abgesetzt und ggf. sogar über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Der BdSt fordert nun, eine Pauschale von monatlich 100 Euro ohne Nachweis zu akzeptieren, wenn der Arbeitnehmer überwiegend im Home-Office tätig war. Dazu sollte eine Bestätigung des Arbeitgebers über die Zeit im Home-Office genügen.