Mit der kürzlich beschlossenen Erhöhung des Steuerfreibetrags soll die besondere Belastung von Alleinerziehenden durch die Folgen der Corona-Pandemie abgefedert werden. Dadurch zahlen Alleinerziehende unter Umständen weniger Einkommensteuer.

In diesem und im kommenden Jahr liegt der Steuerfreibetrag statt bei 1.908 Euro nun bei 4.008 Euro im Jahr. Den Freibetrag gibt es, wenn ein Elternteil mit mindestens einem Kind zusammenlebt, für das ein Kindergeldanspruch besteht – und wenn keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen erwachsenen Person besteht.

Bei Arbeitnehmern wird der Freibetrag beim Lohnsteuerabzug über die Steuerklasse II berücksichtigt, sodass die Steuerzahler in der Regel automatisch von der Entlastung profitieren. Wenn die steuerliche Entlastung spätestens auf der Lohnabrechnung für September nicht enthalten ist, sollte das zuständige Finanzamt um Überprüfung der Lohnsteuerabzugsmerkmale gebeten werden. Wenn der Freibetrag in der zweiten Jahreshälfte 2020 nicht mehr beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden kann, z. B. weil das Arbeitsverhältnis beendet wurde, kann die steuerliche Entlastung mit der Steuererklärung nachgeholt werden. Das gilt auch für Alleinerziehende, die keine Arbeitnehmer sind.

Alleinerziehenden mit mehreren Kindern steht ein zusätzlicher Freibetrag von 240 Euro pro Kind zu. Dieser Freibetrag wird weiterhin nur auf Antrag berücksichtigt. Die Vordrucke stehen zum Beispiel online unter www.formulare-bfinv.de zur Verfügung.