Das Sozialgericht Stuttgart entschied, dass Voraussetzung für einen Anspruch auf Haushaltshilfe gem. § 24h SGB V das Vorliegen eines unmittelbaren Kausalzusammenhangs zwischen Schwangerschaft oder Entbindung und Unmöglichkeit der Weiterführung des Haushalts ist (Az. S 18 KR 4504/17).

Im Streitfall verweigerte die Beklagte die Übernahme von Kosten für eine Haushaltshilfe. Die Klägerin hatte im Januar 2020 Zwillinge geboren und beantragte im April 2020 bei der Beklagten aufgrund eines inzwischen diagnostizierten schweren Erschöpfungszustandes die Gewährung einer Haushaltshilfe.

Das SG Stuttgart wies die Klage ab. Der Umstand, den Haushalt nach der Entbindung nicht führen zu können, müsse „unmittelbare Entbindungsfolge“ sein, also gesundheitliche Folge. Vorliegend sei die Klägerin nicht „wegen der Entbindung“ nicht mehr in der Lage gewesen, den Haushalt zu führen, sondern wegen der erschwerten Betreuungssituation.