Das Landessozialgericht Darmstadt entschied, dass die Bestellung eines Taxis, um einen Mietwagen für den im Anschluss an einen dienstlichen Kongress geplanten Urlaub abzuholen, eine private Verrichtung darstellt mit der Folge, dass ein Sturz im Hotel auf dem Weg zum Telefon nicht gesetzlich unfallversichert ist (Az. L 3 U 198/17).

Die Klägerin nahm aus beruflichen Gründen an einem Kongress in Lissabon teil. Im Anschluss an den Kongress wollte sie Urlaub in Portugal machen. Um den Mietwagen abholen zu können, lief sie im Hotelzimmer zum Telefon, um sich ein Taxi zu bestellen. Dabei stürzte sie und zog sich eine Oberschenkelfraktur zu. Die Berufsgenossenschaft lehnte eine Anerkennung als Arbeitsunfall ab, denn der Unfall habe sich im privaten und eigenwirtschaftlichen Lebensbereich ereignet.

Wie schon die Vorinstanz verneinte auch das LSG Darmstadt einen Arbeitsunfall. Zwar seien Beschäftigte auch während einer Dienstreise unfallversichert, jedoch komme es darauf an, ob die Betätigung im Unfallzeitpunkt eine rechtlich bedeutsame Beziehung zu der betrieblichen Tätigkeit am auswärtigen Dienstort aufweise.