Sich schnell mal einen “Coffee-to-go” auf dem Arbeitsweg besorgen. Wer dabei einen Unfall erleidet, ist grundsätzlich nicht versichert. Das hat das Landessozialgericht Thüringen entschieden (Az. L 1 U 1312/18).

Die Arbeitnehmerin ist bei einem mobilen Pflegedienst beschäftigt. Auf dem Weg zu einer Klientin suchte sie eine Bäckerei auf, um sich einen “Coffee-to-go” zu besorgen. Diesen wollte sie nach Verrichtung der Pflegemaßnahme auf einem Parkplatz trinken. Um den “Coffee-to-go” zu erwerben, bog sie nach rechts in eine Straße ab, um in der Parkbucht vor der Bäckerei anzuhalten. Vor dem Betreten der Bäckerei stolperte sie und verletzte sich am Knie.

Das LSG Thüringen hat die Auffassung der Berufsgenossenschaft und des Sozialgerichts, dass das Besorgen des “Coffee-to-go” auf einem Betriebsweg grundsätzlich nicht versichert ist, bestätigt. Grund: Die Besorgung des Kaffees stehe nicht im sachlichen Zusammenhang mit ihrer versicherten Tätigkeit als Pflegekraft.