Die Kirchensteuerpflicht entsteht grundsätzlich mit Beginn des Monats, der dem Kircheneintritt folgt, und endet durch Tod oder Aufgabe des Wohnsitzes bzw. des gewöhnlichen Aufenthalts in Deutschland oder durch Kirchenaustritt mit dem Ablauf des Monats, in den dieses Ereignis fällt. Die gezahlte Kirchensteuer kann als Sonderausgabe in Abzug gebracht werden. Dies gilt jedoch nicht, soweit die Kirchensteuer als Zuschlag zur Kapitalertragsteuer gezahlt wurde.

Die Kirchensteuer ist stets in dem Jahr als Sonderausgabe zu berücksichtigen, in dem sie von dem Steuerpflichtigen tatsächlich entrichtet worden ist. Der Abzug von Kirchensteuer als Sonderausgabe setzt allerdings voraus, dass die Zahlungen in dem betreffenden Veranlagungszeitraum tatsächlich geleistet wurden und dass der Steuerpflichtige hierdurch endgültig wirtschaftlich belastet wird. Gleichermaßen sind Kirchensteuererstattungen als Minderung gleichartiger Aufwendungen im Erstattungsjahr zu berücksichtigen.

Hinweis

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