Das Hessische Landessozialgericht entschied, dass die Zusatzrente der Pensionskasse Rundfunk der Beitragspflicht der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung unterliegt (Az. L 8 KR 482/17).

Im Streitfall war eine 67-jährige Frau seit April 1995 freie Mitarbeiterin beim Hessischen Rundfunk und Mitglied der Pensionskasse Rundfunk (Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit). In diese Pensionskasse zahlte sie ebenso wie die Rundfunkanstalt Beiträge i. H. v. 4 Prozent ihrer beitragspflichtigen Honorare ein. Seit dem Bezug der Altersrente erhielt sie auch eine Zusatzrente der Pensionskasse Rundfunk, welche die gesetzliche Krankenkasse der Beitragsbemessung zugrunde legte. Die Versicherte war der Ansicht, dass die Pensionskasse keine Institution der betrieblichen Altersversorgung sei.

Nach Auffassung des Hessischen Landessozialgerichts gelten Versorgungsbezüge bei der Bemessung der Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung als der Rente vergleichbare Einnahmen. Dies seien auch Renten der betrieblichen Altersversorgung, zu denen auch die Zusatzrenten der Pensionskasse Rundfunk zählen.