Für den Anspruch auf weiteres Krankengeld beginnt die Wochenfrist nicht mit dem Tag der weiteren Arbeitsunfähigkeit, sondern mit dem Tag, der auf den Eintritt der weiteren Arbeitsunfähigkeit folgt. Darauf wies das Sozialgericht Düsseldorf hin (Az. S 9 KR 589/19).

Der Kläger war arbeitsunfähig. Die Krankenkasse bewilligte zunächst Krankengeld. Im weiteren Verlauf der Arbeitsunfähigkeit nahm sie an, dass der Krankengeldanspruch ruhe, denn eine Folge-Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Folge-AU) sei nicht innerhalb einer Woche eingereicht worden, sondern einen Tag zu spät.

Das Gericht gab hingegen dem Kläger Recht. Die AU-Bescheinigungen seien zwar stets binnen Wochenfrist bei der Krankenkasse einzureichen, sonst ruhe der Krankengeldanspruch. Im vorliegenden Fall sei die Bescheinigung aber noch rechtzeitig bei der Krankenkasse eingegangen. Die Wochenfrist sei falsch berechnet worden. Diese beginne nicht mit dem Tag der weiteren Arbeitsunfähigkeit, sondern mit dem Tag, der auf den Eintritt der weiteren Arbeitsunfähigkeit folge.