Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen entschied, dass eine Laser-Epilation der Beine auch bei Jugendlichen keine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung ist (Az. L 4 KR 457/16).

Geklagt hatten zwei Geschwister. Das 17-jährige Mädchen und ihr ein Jahr jüngerer Bruder litten an ausgeprägtem Haarwuchs an den Beinen (med.: Hypertrichose). Sie beantragten bei ihrer Krankenkasse eine Laser-Epilation. Die beklagte Krankenkasse lehnte den Antrag ab. Eine Haarentfernung von Körperteilen, die mit normaler Kleidung bedeckt werden könnten, können nicht übernommen werden – nur eine Enthaarung von Gesicht und Händen sei im Einzelfall möglich. Eine temporäre Entfernung könne nach Ansicht der Krankenkasse durch Rasur, Wachs oder Cremes erfolgen.

Das LSG Niedersachsen-Bremen bestätigte die Rechtsauffassung der Krankenkasse. Eine Laser-Epilation sei nicht vom Leistungskatalog der GKV umfasst. Der Umfang der von den Krankenkassen geschuldeten Leistungen sei in Richtlinien verbindlich festgelegt und auch für die Gerichte bindend.