Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen entschied, dass die derzeit zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus vorgeschriebenen Gesichtsbedeckungen aus dem SGB II-Regelbedarf zu finanzieren sind, da sie als Bestandteil der Bekleidung angesehen werden können (Az. L 7 AS 635/20).

Der Antragsteller verlangte vor dem LSG Nordrhein-Westfalen die Auszahlung von 349 Euro für die Anschaffung von Mund-Nase-Schutzmasken bzw. die Gestellung solcher durch die Antragsgegnerin selbst.

Der Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz sei nach Ansicht des LSG Nordrhein-Westfalen unbegründet, denn ein Anspruch sei nicht erkennbar. Bei Leistungsberechtigten werde gem. § 21 Abs. 6 SGB II ein Mehrbedarf anerkannt, soweit im Einzelfall ein unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger besonderer Bedarf bestehe. Der Mehrbedarf sei unabweisbar, wenn er insbesondere nicht durch die Zuwendungen Dritter sowie unter Berücksichtigung von Einsparmöglichkeiten der Leistungsberechtigten gedeckt sei und seiner Höhe nach erheblich von einem durchschnittlichen Bedarf abweiche.