Das Landessozialgericht Baden-Württemberg entschied, dass ein Sturz bei einer Wanderung mit Kollegen kein Arbeitsunfall ist – auch dann nicht, wenn dabei betriebliche Themen besprochen werden. Es bestehe kein Versicherungsschutz nach dem Recht der gesetzlichen Unfallversicherung (Az. L 6 U 441/18).

Im vorliegenden Fall war die Klägerin Ressortleiterin eines Unternehmens im Bereich der Telekommunikation, welches als Unternehmensstrategie das Thema “Gipfelstürmer” aufgriff. Sie nahm an einem zweitägigen auswärtigen Treffen mit anderen Ressortleitern teil, welche eine Wanderung auf einen Berg vorsah. Während der Bergwanderung rutschte sie aus und verletzte sich. Die Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung lehnte die Anerkennung des Unfalls als Versicherungsfall ab.

Das LSG Baden-Württemberg entschied, dass eine Bergwanderung nicht zum allgemeinen Aufgabenbereich der Ressortleiterin gehört, auch darf sie vom Arbeitgeber nicht angeordnet werden. Nach Auffassung des Gerichts stellen die Gespräche während der Wanderung zudem keinen ausreichenden beruflichen Bezug her. Des Weiteren habe es sich bei dem Ganzen auch nicht um eine betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung gehandelt.