Bei der Tätigkeit als Kfz-Meister handelt es sich, soweit sie nicht im eigenen Betrieb erbracht wird, wegen der berufsspezifischen Eingliederung in die Betriebsabläufe um eine typische Arbeitnehmertätigkeit, die sozialversicherungspflichtig ist. So entschied das Sozialgericht Stuttgart (Az. S 20 R 1936/16).

Fraglich war, ob ein als Kfz-Meister für einen Autoservice arbeitender Mann selbständig tätig oder sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer war.

Das Gericht entschied, dass es sich um eine typische Arbeitnehmertätigkeit handle. Der Kfz-Meister habe sein eigenes Gewerbe aufgegeben, um für den Autoservice in einem zeitlichen Umfang zu arbeiten, der zwar Schwankungen unterlag, jedoch annähernd dem eines fest angestellten Arbeitnehmers in Vollzeit entsprochen habe. Sofern er einen Auftrag ausführte, habe eine Eingliederung in den Betrieb vorgelegen. Bei der Tätigkeit als Kfz-Meister handele es sich bereits nach dem Tätigkeitsprofil um eine typische Arbeitnehmertätigkeit, soweit sie nicht im eigenen Betrieb erbracht werde. Zudem habe er Zugriff auf sämtliche ortsgebundene Maschinen und Ersatzteile in den Räumlichkeiten des Autoservice gehabt. Schon allein aufgrund seiner Qualifikation als Kfz-Meister habe er die Aufträge weitestgehend selbständig umgesetzt.