Das Sozialgericht Dortmund entschied, dass die Tätigkeit als Lohnbuchhalterin eine abhängige Beschäftigung ist und deshalb der Versicherungspflicht der gesetzlichen Sozialversicherung unterliegt (Az. S 34 BA 68/18).

Im Streitfall hatte eine Lohnbuchhalterin ein Gewerbe angemeldet und Arbeiten in der Lohn- und Finanzbuchhaltung für verschiedene Auftraggeber ausgeführt. Seit 2008 war sie für das klagende Unternehmen als Lohnbuchhalterin auf der Grundlage von 35 Arbeitsstunden pro Monat bei einem monatlichen Pauschalbetrag von 2.000 Euro beschäftigt. Sie führte die Tätigkeit hauptsächlich persönlich in den Räumen des Unternehmens aus und nutzte dessen Lohnprogramm. Der beklagte Rentenversicherungsträger stellte die Versicherungspflicht der Lohnbuchhalterin in den Zweigen der gesetzlichen Sozialversicherung fest.

Die Klage blieb vor dem SG Dortmund ohne Erfolg. Nach Auffassung des Gerichts liegt keine die Versicherungspflicht ausschließende selbständige Tätigkeit der Lohnbuchhalterin vor. Sie habe die Tätigkeit als Lohnbuchhalterin in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis ausgeübt. Als maßgebliches Indiz sei zu werten, dass sie in die Arbeitsorganisation der Klägerin eingegliedert gewesen sei. Ebenso spreche für eine abhängige Beschäftigung, dass die Lohnbuchhalterin kein eigenes Kapital eingesetzt und kein Unternehmerrisiko getragen habe.