Das Finanzgericht Düsseldorf entschied im zweiten Rechtsgang, dass ein Torwarttrainer die Kosten für ein Sky-Bundesliga-Abo als Werbungskosten absetzen kann (Az. 15 K 1338/19).

Der bei einem Lizenzfußballverein als Torwarttrainer Angestellte hatte in seiner Steuererklärung die Kosten für das Paket „Fußball Bundesliga“ seines Abonnements bei dem Pay-TV-Sender „Sky“ als Werbungskosten geltend gemacht. Er gab an, dass er diesen Teil seines Abonnements beruflich genutzt habe. Er müsse sich diverse Fußballspiele ansehen, um im Fußballgeschäft auf dem Laufenden zu bleiben.

Im ersten Rechtsgang lehnte das Finanzgericht den Werbungskostenabzug zunächst ab. Zielgruppe des Pakets „Fußball Bundesliga“ sei kein Fachpublikum, sondern die Allgemeinheit. Die entsprechenden Kosten für ein Sky-Bundesliga-Abo seien daher – wie bei dem Bezug einer Tageszeitung – immer privat veranlasst, auch wenn ein Steuerpflichtiger ein berufliches Interesse daran habe. Der Bundesfinanzhof sah dies anders. Das Sky-Bundesliga-Abo sei mit einer allgemeinbildenden Tageszeitung nicht vergleichbar. Die Aufwendungen könnten daher Werbungskosten sein, wenn das Abo tatsächlich nahezu ausschließlich beruflich genutzt werde. Das müsse das Finanzgericht Düsseldorf erneut prüfen.

Nach einer umfassenden Anhörung des Klägers und der Vernehmung von Zeugen kam das Gericht nun zu der Überzeugung, dass der Kläger das Sky-Bundesliga-Abo tatsächlich nahezu ausschließlich beruflich genutzt habe. Er habe für seine Trainertätigkeit Spielszenen ausgewertet, sich über Spieler sowie Vereine umfassend informiert und sich zugleich für eigene Pressestatements rhetorisch geschult. Den Inhalt des Fußball-Pakets habe der Kläger allenfalls in einem unbedeutenden Umfang privat angeschaut.